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May 8, 2026
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Wie hat sich das Mobilitätsverhalten der Frankfurter in den letzten 15 Jahren verändert? Anlässlich des Jubiläums der App-basierten Taxivermittlung in der Mainmetropole geben anonymisierte Plattformdaten von Freenow by Lyft seit 2011 Aufschluss über die Wege der Frankfurter – von astronomischen Distanzen bis hin zum digitalen Wandel am Taxistand.

 

Kund:innen nutzen die Taxis besonders unter der Woche, der Anteil ist in den letzten zehn Jahren immer weiter gestiegen.

Neben den Hotels, die besonders das Nachtleben dominieren, belegt das „Moseleck”, eine bekannte Frankfurter Kneipe, Platz 3 der beliebtesten Destinationen.

Seit Einführung des bargeldlosen Bezahlens bei Freenow ist der Anteil auf rund 88 Prozent gestiegen.

 

Hamburg/Frankfurt, 08.05.2026. Als Frankfurt im April 2011 zur bundesweit dritten Stadt mit digitaler Taxivermittlung wurde, war die App „mytaxi“ (heute Freenow) ein Pionierprojekt. 15 Jahre später belegen die Plattformdaten, dass die digitale Vermittlung zum Rückgrat der urbanen Mobilität in der Bankenstadt geworden ist. Heute sind knapp 1.500 Taxis in der Mainmetropole über die App erreichbar. Die Auswertung der vergangenen anderthalb Jahrzehnte zeigt nun, welche Dimensionen die individuelle Mobilität seither erreicht hat.

60 Millionen Kilometer: Frankfurt im FernverkehrDie kumulierte Fahrleistung über die Plattform beläuft sich seit 2011 auf rund 60 Millionen Kilometer. In astronomischen Maßstäben bedeutet das: Die Frankfurter sind per Taxi-App rechnerisch einmal zum Planeten Mars geflogen (bei maximaler Annäherung zur Erde ca. 56 Mio. km). Alternativ entspricht diese Strecke stolzen 1.500 Umrundungen der Erde entlang des Äquators.

Business-Fokus unter der Woche – Peak am WochenendeFrankfurt ist und bleibt eine Geschäftsstadt: Rund 84 Prozent aller Fahrten finden unter der Woche statt – ein Anteil, der in den letzten zehn Jahren um zehn Prozent gestiegen ist. Doch auch die Freizeit-Mobilität hat ihre festen Rhythmen: 16 Prozent der Fahrten konzentrieren sich auf das Wochenende, wobei die absolute „Peak Hour“ regelmäßig am Freitag- und Samstagabend um 23:00 Uhr liegt.

Drehkreuz Innenstadt und Flughafen: Hochkultur trifft MilieuDie wichtigsten Start- und Endpunkte im Frankfurter Stadtgebiet sind seit jeher die Innenstadt und der Flughafen. Und auch die meist angefahrenen Ziele der Stadt zeichnen ein klares Bild des Frankfurter Alltags und seiner Kontraste. Während die Alte Oper mit weit über 26.000 Anfahrten das Ranking der Kulturorte anführt, folgen der Römerberg und die Messe Frankfurt auf den weiteren Plätzen. Dass die Mobilität auch tief im lokalen Milieu verwurzelt ist, belegt der Blick in das Bahnhofsviertel: Die Kult-Kneipe „Moseleck“ rangiert konstant auf Platz 1 der beliebtesten Nightlife-Destinationen der Stadt, wenn man Hotels aus der Statistik nimmt. 

Vom Bargeld zum Klick: Die digitale TransformationKaum ein Bereich illustriert den gesellschaftlichen Wandel so deutlich wie das Bezahlverhalten am Ende einer Fahrt. Im Jahr 2011 war das Taxi eine der letzten Bastionen des Bargelds. Heute werden knapp 90 Prozent aller Touren bargeldlos abgewickelt. Auch die Erwartungshaltung an die Verfügbarkeit hat sich in der schnelllebigen Finanzmetropole verschärft: Neun von zehn Fahrgästen werden heute in Frankfurt in weniger als drei Minuten nach der Bestellung abgeholt.

Ein Seismograph für EreignisseDen bisherigen Rekordtag markiert der 13. April 2018: Ein großflächiger ÖPNV-Streik sorgte in Kombination mit einer internationalen Fachmesse für eine Ausnahmesituation, bei der mehr als 15.000 Fahrten innerhalb von wenigen Stunden über die App angefragt wurden. Auch der Wandel zum Wirtschaftsstandort lässt sich ablesen: Der Anteil der Fahrten unter der Woche stieg in den letzten zehn Jahren um rund zehn Prozent auf heute 84 Prozent – ein Beleg für die Bedeutung des Taxis für den Geschäftsreiseverkehr.

Weitere Daten und Rekorde aus 15 Jahren Taxi per App in Frankfurt:

Die Alpen-Tour: Die weiteste dokumentierte Einzelstrecke führte einen Fahrgast vom Frankfurter Flughafen über 500 Kilometer direkt ins österreichische Oberlech am Arlberg (Fahrpreis: ca. 730 Euro).

Konstanz im Gewerbe: Das Gewerbe am Main bleibt ein Fundament. Rund 200 Frankfurter sind Taxifahrer der ersten Stunde und nutzen die digitale Vermittlung seit Start im Jahr 2011 ohne Unterbrechung. Der aktivste Fahrer absolvierte seither weit über 40.000 Touren.

Trinkgeld-Kultur: Dass Frankfurt ein spendables Pflaster sein kann, beweist ein Rekord-Trinkgeld von 100 Euro, das ein Fahrgast für besonderen Service zahlte.

Der "Dauer-Fahrgast": Ein einziger User buchte seit dem Start über 30.000 Mal ein Taxi per App – das entspricht einer Rekordquote von durchschnittlich mehr als 5 Fahrten pro Tag über den gesamten Zeitraum von 15 Jahren.

Festpreise sind beliebt: Knapp die Hälfte aller Taxifahrten erfolgen mittlerweile zum festen Vorabpreis. Seit Einführung der Option 2024 setzen immer mehr User auf einen transparenten Festpreis bei der Fahrt. 

„Die Daten der letzten 15 Jahre sind ein Seismograph für die Dynamik dieser Stadt“, sagt Alexander Mönch, Präsident von Freenow by Lyft Deutschland. „Sie zeigen den Wandel Frankfurts von der analogen Taxiruf-Kultur hin zu einem hocheffizienten, digitalen Markt. Gleichzeitig ist dieser Markt heute einem knallharten Wettbewerb durch App-basierte Mietwagen ausgesetzt. Für uns ist klar: Wir brauchen ein Level-Playing-Field. Mindestpreise für Mietwagen sind ein unumgänglicher Schritt, um ruinöses Preisdumping zu verhindern und den fairen Wettbewerb in Frankfurt langfristig zu sichern.“

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15 Jahre digitale Mobilität per App in Frankfurt: Eine Stadt fährt zum Mars | Freenow