- Das Wichtigste in Kürze
- Scope-3-Emissionen der Kategorie 6 verständlich definiert
- CO₂-Hebel im Dienstleistungssektor: Die Relevanz von Geschäftsreisen
- Berechnung von Geschäftsreisen nach den drei Methoden des GHG Protocols
- Welche Daten du pro Reise präzise erfassen musst
- Strategien zur Reduzierung von Scope 3 Emissionen bei Geschäftsreisen
- Revisionssichere Dokumentation vom Buchungszeitpunkt bis zum ESRS-E1-Bericht
- Wie Freenow deine Fahrten für die Scope-3-Erfassung aufbereitet
- Häufige Fragen zu ESG und Firmenfahrten
Das Wichtigste in Kürze
Kategorie 6 Definition: Scope 3 Kategorie 6 umfasst alle Emissionen aus geschäftlichen Reisen der Mitarbeitenden in externen Verkehrsmitteln wie Taxis, Mietwagen, Flügen oder Zügen.
GHG Protocol Konformität: Für eine CSRD-konforme Berichterstattung fordert das Greenhouse Gas Protocol eine präzise Zuordnung und Berechnung dieser mobilen Emissionen.
Automatisierte Erfassung: Das Freenow Dashboard erfasst alle geschäftlichen Fahrten automatisiert und berechnet die realen CO₂-Werte basierend auf Distanz und Antriebsart des Fahrzeugs.
Hoher E-Auto-Anteil: Da bereits 61% aller B2B-Fahrten über die Plattform elektrisch durchgeführt werden, sinken die Scope 3 Emissionen von Unternehmen direkt bei der Buchung.
Prüfsichere Dokumentation: Die exportierbaren Berichte liefern granulare Daten, die für Audits nach dem europäischen Nachhaltigkeitsstandard ESRS E1 zertifiziert genutzt werden können.
Scope-3-Emissionen der Kategorie 6 verständlich definiert
Die Treibhausgasberichterstattung gewinnt durch regulatorische Vorgaben zunehmend an Relevanz. Das Greenhouse Gas Protocol unterteilt die Emissionen eines Unternehmens in drei Scopes. Während Scope 1 die direkten Emissionen aus eigenen Verbrennungsanlagen oder dem firmeneigenen Fuhrpark umfasst, deckt Scope 2 die indirekten Emissionen aus eingekaufter Energie wie Strom oder Fernwärme ab.
Scope 3 hingegen erfasst alle übrigen indirekten Emissionen entlang der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette. Die Kategorie 6 konzentriert sich hierbei spezifisch auf Geschäftsreisen (Business Travel). Hierzu zählen alle Beförderungsleistungen von Mitarbeitenden für geschäftliche Aktivitäten in Transportmitteln, die nicht im Eigentum des Unternehmens stehen oder von diesem kontrolliert werden.
Abgrenzung zu Scope 1 und 2 sowie zum Pendelverkehr (Kategorie 7)
Ein häufiger Fehler in der betrieblichen Praxis ist die Verwechslung von Geschäftsreisen mit dem klassischen Pendelverkehr der Belegschaft. Das Pendeln zwischen dem Wohnort und der Arbeitsstätte wird strikt in der Scope 3 Kategorie 7 (Employee Commuting) erfasst.
Sobald ein Mitarbeitender jedoch eine Fahrt zu einem Kunden, einer Konferenz oder einem externen Meeting antritt, wechselt die Zuordnung zur Kategorie 6. Wenn das Unternehmen für diese Dienstfahrt ein Taxi oder ein Ride-Hailing-Fahrzeug nutzt, fallen die Emissionen direkt unter die Kategorie Geschäftsreisen. Eigene Poolfahrzeuge des Firmenfuhrparks verbleiben hingegen stets in Scope 1.
CO₂-Hebel im Dienstleistungssektor: Die Relevanz von Geschäftsreisen
Für produzierende Unternehmen liegt der Schwerpunkt der Dekarbonisierung meist in den Scope 1 und Scope 2 Emissionen sowie in der Rohstofflieferkette. Im Dienstleistungssektor, bei Beratungen, Softwarehäusern oder Agenturen stellt sich die Situation völlig anders dar. Da hier keine physischen Güter produziert werden, machen Geschäftsreisen in der Regel den grössten Anteil des gesamten CO₂-Fussabdrucks aus.
Unsere Analysen zeigen, dass Dienstreisen in Dienstleistungsunternehmen oft für über 60% der gesamten Scope 3 Emissionen verantwortlich sind. Wer seine Nachhaltigkeitsziele erreichen möchte, muss genau an diesem Hebel ansetzen. Ohne eine präzise Erfassung der zurückgelegten Kilometer bleibt jede Klimastrategie in diesem Sektor unvollständig.
Berechnung von Geschäftsreisen nach den drei Methoden des GHG Protocols
Für die Quantifizierung der Treibhausgase aus Dienstreisen stellt das Regelwerk des Greenhouse Gas Protocols drei primäre Berechnungsmethoden zur Verfügung. Diese unterscheiden sich erheblich in ihrer Genauigkeit und im administrativen Aufwand.
Spend-based, distance-based und fuel-based im Vergleich
Spend-based Method (Ausgabenbasierte Methode): Diese Methode nutzt den monetären Wert der Reiseausgaben und multipliziert ihn mit standardisierten, branchenspezifischen Emissionsfaktoren (z. B. CO₂ pro ausgegebenem Euro). Sie ist ungenau, da Preisänderungen oder Rabatte das CO₂-Ergebnis verfälschen.
Distance-based Method (Distanzbasierte Methode): Hierbei wird die tatsächliche Reiseentfernung pro Verkehrsmittel erfasst und mit fahrzeugspezifischen Faktoren multipliziert. Dies liefert wesentlich präzisere Ergebnisse, da der reale Transportweg die Basis bildet.
Fuel-based Method (Kraftstoffbasierte Methode): Die genaueste Methode basiert auf der exakt verbrauchten Kraftstoffmenge während der Reise. Da diese Daten bei externen Dienstleistern (wie Taxifahrten oder Flügen) im Alltag fast nie vorliegen, ist diese Methode für Kategorie 6 kaum praktikabel.
Welche Methode bei welcher Datenlage sinnvoll ist
In der Praxis greifen viele Unternehmen aus reiner Admin-Fatigue auf die ausgabenbasierte Methode zurück, da Buchhaltungsdaten leicht zugänglich sind. Dies führt jedoch zu Verzerrungen. Wenn dein Unternehmen beispielsweise ein teureres, aber emissionsfreies Elektro-Taxi bucht, würde die spend-based Methode fälschlicherweise höhere Emissionen ausweisen als bei einer günstigen Fahrt mit einem alten Diesel-Fahrzeug. Für ein valides Reporting ist daher die distanzbasierte Methode unter Einbezug der jeweiligen Antriebsart der absolute Qualitätsstandard.
Berechnungsmethode | Datengrundlage | Genauigkeit | Administrativer Aufwand |
Spend-based | Rechnungsbetrag in Euro | Gering | Niedrig (Buchhaltungsdaten) |
Distance-based | Kilometer + Antriebsart | Hoch | Hoch (ohne digitale Tools) |
Freenow B2B | Echtzeit-Distanz + BEV/Hybrid-Faktor | Maximum | Null (vollautomatisiert) |
Welche Daten du pro Reise präzise erfassen musst
Um eine datenbasierte und revisionssichere Erfassung nach dem distance-based Ansatz zu gewährleisten, müssen pro Einzelreise drei Kernvariablen dokumentiert werden:
Die exakte Fahrtstrecke: Die tatsächlich zurückgelegten Kilometer vom Start- bis zum Zielpunkt, nicht die Luftlinie.
Das genutzte Verkehrsmittel: Die genaue Differenzierung, ob es sich um ein Taxi, einen Mietwagen, Carsharing oder ein Mikromobilitätsangebot handelt.
Die spezifische Antriebsart: Die Unterscheidung zwischen Benzin, Diesel, Plug-in-Hybrid oder einem reinen batterieelektrischen Fahrzeug (BEV).
Fehlt eine dieser Komponenten, müssen Nachhaltigkeitsbeauftragte mit konservativen Durchschnittswerten der europäischen Flotte rechnen, was die CO₂-Bilanz des Unternehmens künstlich verschlechtert.
Strategien zur Reduzierung von Scope 3 Emissionen bei Geschäftsreisen
Die Erfassung der Daten ist nur der erste Schritt. Das eigentliche Ziel eines zukunftsorientierten Mobilitätsmanagements ist die aktive Emissionsminderung. Hierbei hilft eine klare Strukturierung der Maßnahmen.
Vermeiden, verlagern, reduzieren, kompensieren: Die Wirkungshierarchie
Unternehmen sollten ihre Nachhaltigkeitsstrategie für Geschäftsreisen strikt an der klassischen Vermeidungshierarchie ausrichten:
Vermeiden: Nicht notwendige Reisen werden durch digitale Meetings ersetzt.
Verlagern: Der Wechsel von emissionsintensiven Transportmitteln auf umweltfreundliche Alternativen. Statt eines Inlandsfluges wird die Bahn gewählt; statt des privaten Verbrenners wird die urbane Mikromobilität genutzt.
Reduzieren: Wenn eine Fahrt mit dem Auto notwendig ist, muss gezielt auf Elektrofahrzeuge gesetzt werden. Bei Freenow sind bereits 61% aller geschäftlichen Buchungen vollständig elektrifiziert, was die Scope 3 Werte massiv senkt.
Kompensieren: Unvermeidbare Restemissionen werden durch zertifizierte Klimaschutzprojekte ausgeglichen. Kompensation ist jedoch immer der letzte Schritt, da sie die realen Emissionen in der Atmosphäre nicht physischt verringert.
Revisionssichere Dokumentation vom Buchungszeitpunkt bis zum ESRS-E1-Bericht
Mit dem Inkrafttreten der CSRD sind Unternehmen verpflichtet, ihre Nachhaltigkeitsberichte nach den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) erstellen zu lassen. Der Standard ESRS E1 befasst sich explizit mit dem Klimawandel und verlangt die Offenlegung der gesamten Scope 3 Emissionen.
Die grösste Herausforderung bei Audits durch Wirtschaftsprüfer ist die Nachvollziehbarkeit der Datenkette. Lose PDF-Quittungen und manuelle Excel-Tabellen halten einer tiefgehenden Prüfung meist nicht stand. Es bedarf einer geschlossenen digitalen Kette, die jede Buchung direkt mit dem finalen CO₂-Äquivalent verknüpft und die genutzten Emissionsfaktoren transparent offenlegt.
Wie Freenow deine Fahrten für die Scope-3-Erfassung aufbereitet
Freenow löst diese administrative Belastung für den Einkauf und das Nachhaltigkeitsteam vollständig auf. Über das zentrale B2B-Dashboard wird jede geschäftliche Buchung der Mitarbeitenden automatisch und in Echtzeit dokumentiert. Das System kennt die exakt gefahrenen Meter und die Fahrzeugdaten des vermittelten Taxis oder Carsharing-Autos.
Der integrierte Emissionsrechner ermittelt direkt die entsprechenden Werte und stellt diese visuell im Dashboard bereit. Per Mausklick exportieren Nachhaltigkeitsbeauftragte fertige CSV-Berichte, die perfekt auf die Anforderungen des GHG Protocols und des ESRS E1 abgestimmt sind. Dadurch entfallen hunderte Stunden manueller Datenabgleiche. Unternehmen können somit ihre Nachhaltigkeit im Bereich der betrieblichen Mobilität präzise steuern, optimieren und auditkonform nachweisen.
Häufige Fragen zu ESG und Firmenfahrten
Was ist Scope 3 Kategorie 6 im Detail?
Die Kategorie 6 der Scope 3 Emissionen umfasst alle indirekten Treibhausgase, die durch geschäftliche Reisen von Mitarbeitenden in Transportmitteln entstehen, die nicht dem Unternehmen gehören. Dazu zählen Taxifahrten, Bahnreisen, Flüge, Hotelübernachtungen im Rahmen von Dienstreisen sowie die Nutzung von Carsharing und Mikromobilität.
Wie löst Freenow das Problem der Admin-Fatigue beim CO₂-Reporting?
Freenow automatisiert den gesamten Prozess der Datenerfassung. Statt dass Mitarbeitende Belege sammeln und Nachhaltigkeitsteams Kilometerstände schätzen müssen, zeichnet das B2B-Dashboard jede Fahrt digital auf. Distanz und Antriebsart fliessen direkt in die automatische CO₂-Berechnung ein, die als exportfertiger Bericht für das Audit bereitsteht.
Welche Rolle spielt die Antriebsart bei der Scope-3-Berechnung?
Die Antriebsart bestimmt den spezifischen Emissionsfaktor einer Fahrt. Während ein klassischer Diesel-Pkw hohe CO₂-Werte pro Kilometer verursacht, senkt ein batterieelektrisches Fahrzeug (BEV) die direkten Scope 3 Emissionen während der Fahrt erheblich. Eine genaue Zuweisung ist daher für ein korrektes Reporting zwingend erforderlich.
Sind Mikromobilitätsangebote in der Kategorie 6 relevant?
Ja, auch die Nutzung von E-Bikes, E-Scootern oder E-Mopeds für geschäftliche Zwecke fällt unter die Kategorie 6. Da diese Transportmittel lokal emissionsfrei betrieben werden, hilft ihre Integration in die Travel Policy dabei, den durchschnittlichen CO₂-Ausstoss pro Personenschiffkilometer im urbanen Raum drastisch zu senken.
Wie unterstützt Freenow Unternehmen bei den ESRS-E1-Anforderungen?
Freenow liefert eine lückenlose und prüfbare Datenkette von der App-Buchung bis zum konsolidierten Report. Da die Berechnung auf realen Distanzen und echten Fahrzeugdaten basiert und den Vorgaben des GHG Protocols folgt, erhalten Wirtschaftsprüfer eine verlässliche und revisionssichere Datenbasis für die CSRD-Konformität.
Unternehmen können direkt ihr Mobilitätsmanagement digitalisieren und nachhaltige Geschäftsreisen mit automatisiertem CO₂-Reporting einrichten.
.jpg&w=3840&q=90)
